Relegationsspiel um die Kreisliga am 13.06.2019 in Ellingen

SSV Oberhochstatt – TSV 1860 Weißenburg 1:2 (0:1)

SSV unterliegt dramatisch und muss absteigen

Vor knapp 800 Zuschauern (nimmt man die Freikarten der Funktionäre, sowie die Helfer des Ausrichters dazu) unterlag der SSV Oberhochstatt dem TSV 1860 Weißenburg II nach einem vor allem zum Ende der zweiten Halbzeit dramatischen Spiel mit 1:2 Toren.

Bevor es losgehen konnte mussten beide Mannschaften über 5 Minuten am Spielfeldrand auf das Eintreffen des Schiedsrichtergespanns warten, was schon für die ersten Aufreger sorgte. Die Anfangsphase der Partie war geprägt von Sicherheits-Fussball auf beiden Seiten. Der SSV hatte einige eher harmlose Schüsse neben das Ziel zu verzeichnen. Es dauerte bis zur 27.Minute, ehe es etwas zählbares zu berichten gab. Nach einem langen Ball und dem Hauch einer Berührung von SSV-Youngster Nico Loy an Filippo Virduzzo gab es zum Erstaunen aller Beteiligten Strafstoß für den bis dato komplett harmlosen TSV II. Salvatore Greco Cutturello zeigte sich nervenstark und nutzte die Gelegenheit eiskalt zum 0:1. Der SSV wirkte etwas gelähmt und hatte Glück, dass Keeper Michael Hammer kurz darauf einem durchgebrochenem Angreifer den Ball noch vom Fuß fischte (32.). Kurz vor der Pause hatte die im ersten Abschnitt zu passive Bauer-Elf noch eine gute Chance, doch Stefan Auernhammers Schuss aus 16 Metern ging knapp am Tor vorbei (43.).

Da auf TSV-Seite Trainer-Legende Franz Wokon im Saisonendspurt an der Seitenlinie stand hat der SSV als Reaktion Idol Lothar Satzinger als zusätzlichen Einpeitscher aktiviert. Dessen Kabinen-Ansprache zur Halbzeit trug Früchte und der SSV agierte in der zweiten Halbzeit wesentlich offensiver und es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Zunächst konnte TSV-Keeper Jonas Herter einen 30-Meter-Freistoß von Andreas Auernhammer nicht festhalten und Bastian Walcher, sowie Stefan Auernhammer wurden beim Nachsetzen geblockt (49.). Die junge TSV-Elf geriet nun bei unzähligen Standardsituationen gehörig unter Druck. In der 56.Minute köpfte Stefan Auernhammer eine Hereingabe von Harbatschek knapp über den Kasten. Der hochverdiente Ausgleich lag längst in der Luft, fiel aber erst in der 70.Minute. SSV-Torjäger Andreas Auernhammer köpfte eine Ecke des kurz zuvor eingewechselten Simon Kriegl aus ca. 7 Metern wuchtig und unhaltbar zum 1:1-Ausgleich ein. Nun wirkte die Wokon-Elf niedergeschlagen und das Momentum war auf SSV-Seite. Als der SSV auf die Führung drängte ereignete sich die spielentscheidende Szene. Die ansonsten kleinlich leitende Unparteiische Marie-Theres Mühlbauer ließ nach einem offensichtlichen Foul im Mittelkreis das Spiel laufen, der TSV nutzte diesen Fehler eiskalt und traf Sekunden später zum 1:2 durch Dominik Eitel (78.). Bitter für den SSV, dass auch dieses Tor nur durch eine Fehlentscheidung der Schiedsrichterin fiel. Der SSV bäumte sich aber wieder auf und hatte einen guten Abschluss durch Dominik Schweinesbein, welchen Jonas Herter aber sicher parierte (83.). In der Schlussphase nahm der TSV immer wieder durch Zeitspiel und Spielerwechsel Zeit von der Uhr. Als dann in der 89.Minute Musa Calik den Ball im Strafraum mit der Hand spielte zeigte die Unparteiische wieder auf den Punkt, diesmal pro SSV. Allerdings gab es auch hier berechtigte TSV-Proteste. Kapitän Johann Harbatschek trat gegen seinen ehemaligen Mannschaftskollegen (damals ESV Treuchtlingen) und guten Freund Jonas Herter an. Letzterer konnte den Ball im Fallen mit dem Fuß parieren und so war die große Chance zum Ausgleich vergeben (90.). Anschließend bekam der SSV keine weitere Chance, auch weil die Partie nach einer geradezu lächerlichen Nachspielzeit von 2 Minuten (in der der TSV auch noch wechselte) von SRin Mühlbauer beendet wurde. Dies war dann aus SSV-Sicht die Krönung der schwachen Leistung der Unparteiischen.

Für den SSV heißt es somit kommendes Jahr wieder in der Kreisklasse antreten zu müssen, was sicherlich auch keinen Weltuntergang darstellt und angesichts der tollen Kameradschaft und Moral in der Truppe von Coach Stephan Bauer auf eine wieder erfolgreiche nächste Saison hoffen lässt. Die TSV-Elf muss nun am kommenden Sonntag in Raitenbuch gegen die DJK Limes antreten, was laut aktueller Meldungen schon sicher ist, da der TSV Meckenhausen am Samstag aus gutem Grund nicht zu seinem Relegationsspiel antreten wird, falls der Verband nicht noch eine faire Lösung findet.

Es spielten: Michael Hammer (Tw), Hannes Hager, Johann Harbatschek (C), Fabian Frankl, Nico Loy, Tillmann Schäfer, Dominik Schweinesbein, Max Jarling, Stefan Auernhammer, Bastian Walcher, Andreas Auernhammer; Ersatzspieler: Andreas Lux, Andreas Neubauer, Simon Kriegl, Sascha Laux, (alle eingewechselt)

SR: Marie-Theres Mühlbauer (SV Pölling); Assistenten: Thomas Lehner, Uros Zivkovic

 

   

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